Integrierte Sonderschulung

 

Die Integrierte Sonderschulung am Wohnort ist grundsätzlich während der gesamten Kindergarten-, Primar- und Oberstufenschulzeit möglich. Diese Schulform ist vorgesehen für SchülerInnen mit geistiger Behinderung, die in der Lage sind, am Unterricht in der Regelklasse auch ohne ständige Unterstützung durch eine schulische Heilpädagogin/einen schulischen Heilpädagogen teilzunehmen.

Die entscheidenden Kriterien sind das Wohl und die Entwicklung der SchülerInnen mit besonderen Bedürfnissen und jenes der Klasse. Grenzen sind da gesetzt, wo die notwendige schulische, therapeutische und/oder pflegerische Betreuung innerhalb der Integrierten Sonderschulung nicht gewährleistet werden kann.

 

In der Integrierten Sonderschulung sind unterschiedliche Schulformen möglich:

  • Integration in der Regelklasse ISS mit Begleitung einer MItarbeiterin/eines Mitarbeiters unserer Schule.
  • Integration in der Regelklasse ISR ohne Begleitung einer Mitarbeiterin/eines Mitarbeiters unserer Schule.

Die Entscheidung über die jeweilige Schulform liegt bei der Schulpflege des Wohnorts.

Arbeitsweisen ISS

 

Unsere SchülerInnen der Integrierten Sonderschulung ISS besuchen den Unterricht in einer Regelklasse am Wohnort. Sie werden dabei von einer Lehrperson mit heilpädagogischen Kenntnissen zwischen 4 und 9 Lektionen pro Woche begleitet. Diese ist von unserer Schule angestellt und erstellt und verfolgt individuelle Förderziele für die integrierten SchülerInnen. Oft erhalten die SchülerInnen vor Ort zusätzlich Therapiestunden und Unterstützungslektionen durch eine Klassenassistenz, um die heilpädagogischen Lektionen zu ergänzen. Die SchülerInnen sind administrativ der HPS zugeteilt.

 

Abhängig von Zielen und Strukturen in der Regelklasse werden die SchülerInnen während einer gewissen Anzahl von Lektionen innerhalb der Klasse integrativ begleitet und während der restlichen Zeit ausserhalb des Klassenverbandes individuell gefördert. Angebote wie Musikunterricht, Schulreisen und Exkursionen werden von der Regelschule organisiert. Die SchülerInnen nehmen wenn möglich am Unterricht und an Anlässen teil und erleben so eine grösstmögliche Teilhabe an der Gesellschaft. Wo die SchülerInnen nicht am Regelklasse-Programm teilnehmen können, erarbeit die heilpädagogische Lehrperson ein Alternativprogramm oder ändert die Aufträge für die SchülerInnen ab, damit sie nicht ausgeschlossen werden.

 

Regelmässige Besprechungen zwischen der Regelklassenlehrperson und der heilpädagogischen Lehrperson sowie das schulische Standortgespräch SSG einmal pro Semester mit den Eltern stellen sicher, dass die Förderziele der SchülerIn von allen Beteiligten immer wieder überprüft und angepasst werden. Unsere Lehrpersonen und Klassenassistenzen erhalten regelmässige fachspezifische Weiterbildungen sowie die Möglichkeit zur fachlichen Vernetzung.

 

Die Arbeit mit den SchülerInnen ist ressourcenorientiert, was bedeutet, dass Stärken und Potenziale ausgebaut werden, um mit gegebenen Schwächen im Leben besser zu Recht zu kommen. Wo sich im Alltag Probleme zeigen, wird überlegt, welche Hilfestellungen die SchülerInnen weiter bringen oder unterstützen. Schliesslich sollen unsere integrierten SchülerInnen sowohl den Schulalltag sowie auch den künftigen Lebensweg möglichst selbständig und befriedigend erleben und gestalten können.

Kinderhände mit Farbstiften übereinander