Vorgeschichte Werkstufe 15plus Bülach

Seit Aufnahme der Tätigkeit als Heilpädagogische Schule in Winkel 1985 konnten aus Platzmangel nie alle angemeldeten Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden. Viele Kinder aus den Zweckverbandsgemeinden mussten an anderen Tagessonderschulen geschult werden.

Auf Grund dieser Ausgangslage wurden die Delegierten und die Schulpflegen der Verbandsgemeinden aufgefordert, Vorschläge und Wünsche zur Verbesserung der Situation aufzuzeigen. Eine grosse Mehrheit der Verbandsgemeinden wünschte eine Erweiterung des Platzangebots in Form einer Werkstufe.

Der Zufall wollte es, dass die Heilpädagogische Schule Bezirk Bülach sich im neu erstellten Geschäftshaus von Pigna, Stiftung für erwachsene Menschen mit Behinderung, an der Feldstrasse in Bülach einmieten konnte. Pigna eröffnete im Mai 2005 im Stockwerkeigentum ihre neuen geschützten Werkstätten. Diese Symbiose zwischen einer Einrichtung für Erwachsene mit Behinderung und einer Schule für Jugendliche mit einer geistigen Behinderung war im Kanton sicher einzigartig. Mit diesem Angebot können die Jugendlichen zwischen 16 und 20 Jahren eine gute Basis für ihr späteres Leben legen.

Die Bildungsdirektion bewilligte die Führung von zwei Werkstufenklassen 15plus. Der Schulbetrieb wurde zu Beginn des Schuljahres 2005-06 aufgenommen.

Der verfügbare Platz war aber auf einen Betrieb mit maximal 16 SchülerInnen ausgerichtet. Zwar waren bislang die Zahlen der SchülerInnen pro Jahrgang schwankend, die Tendenz aber steigend. Zudem lag im März 2013 für das Schuljahr 2013/14 mit 22 Anmeldungen erstmals eine Zahl vor, welche das Fassungsvermögen des bestehenden Standorts deutlich überschreiten würde. Da sich die Werkstufe immer mehr in Richtung einer individuellen Begleitung hin zum geeigneten Berufs- und Ausbildungsangebot entwickelt hat, ist auch eine Zunahme des Interesses an entsprechenden Platzierungen (teilweise auch aus der Regelschule und von Gemeinden ausserhalb des Zweckverbandes) zu verzeichnen.

Nach intensiver Suche und Evaluation verschiedener Standorte konnte an der Oberfeldstrasse 12a, Kloten, ein neuer Standort gefunden, welcher die Bedürfnisse für einen längeren Zeitraum abdecken wird. Durch den glücklichen Umstand, dass sich wiederum eine Produktionsstätte der Stiftung Pigna am gleichen Ort befindet, kann die bewährte Zusammenarbeit fortgeführt werden.