Vorgeschichte Tagesschule Winkel

Im Bericht zum Schuljahr 1985-86 des Inspektors der Bildungsdirektion zuhanden der Invalidenversicherung wird festgehalten, dass an der HPS Bülach ein weiterer Schülerrückgang zu verzeichnen ist. Die beiden Sonderschulen Bülach und Kloten waren die kleinsten Sonderschulen im Kanton Zürich. Der Inspektor empfahl eine Zusammenlegung.

Die in beiden Gemeinden ungelösten Schulraumfragen verlangten von den Schulbehörden ein Überdenken der Raumsituation. An der Aussprache im September 1987 mit den Gemeinde- und Schulpräsidenten des Bezirks wurde empfohlen, eine Regionalisierung der Schulen zu erarbeiten.

Drei Gründe sprachen für die Bildung eines Zweckverbandes:

  • Heilpädagogische Schulung gehört zum Angebot der Volksschule.
  • Die Beteiligung der Bezirksgemeinden am Zweckverband ist ein Bekenntnis zur gemeinsamen Aufgabe.
  • Die Statuten sichern die Mitsprache der Gemeinden, sie regeln die Kostenteilung der Investitionen und des Betriebs.


Standortabklärungen ergaben, dass einzig die Gemeinde Winkel Bauland an idealer Lage anbieten konnte.

Die Planungsphase fiel in eine Zeit immer noch abnehmender Schülerzahlen. Nach intensiven Abklärungen entschied sich die Arbeitsgruppe für 45 Schulplätze. Bereits in der Ausführungsphase stiegen die Schülerzahlen jedoch an. Es musste eine Nutzungsänderung von Werkräumen in Klassenzimmer beantragt werden. Die Umwandlung wurde durch die Bildungsdirektion bewilligt.

Die neue Schulanlage wurde im Herbst 1995 bezogen.

Die Tagesschule Winkel unterrichtete von 1985-2005 Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 18 Jahren. Seit August 2005 werden die Jugendlichen im Alter von 16-18 Jahren (in Ausnahmefällen bis 20) in der Werkstufe geschult.

Im August 2013 ist die stark gewachsene Werkstufe von Bülach nach Kloten umgezogen und zwei Oberstufen-Klassen aus Winkel sind in die Räumlichkeiten in Bülach eingezogen.